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17.10.2011

Pflegeversicherung: Mittelfristig höhere Beiträge oder geringere Leistungen


Höhere Beiträge oder geringere Leistungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung erwartet die Bundesbank in ihrer Prognose für die nächsten Jahre. Dabei gibt es 2011 noch einen leichten Überschuss.

 

Schwarze Zahlen werden in diesem Jahr allerdings nur geschrieben, wenn laut Bericht der Bundesbanker „das konjunkturelle Umfeld weiter günstig bleibt“. Ab 1.Januar 2012 zahlt die Pflegeversicherung wegen der beschlossenen höheren Ausgaben für die einzelnen Pflegestufen im Schnitt rund zwei Prozent mehr. Der Beitragssatz liegt derzeit bei 1,95 Prozent des Bruttolohns – bei Kinderlosen sind es 2,2 Prozent.

 

Die Rücklagen werden noch einige Zeit reichen, auf mittlere Sicht sei angesichts der absehbaren demografischen Entwicklung eine Anhebung des Beitragssatzes oder eine Einschränkung des Leistungsniveaus aber nicht zu vermeiden. Die Zahl der auf Pflege angewiesenen Menschen steigt laut Statistischem Bundesamt rapide. Waren 2007 noch 2,2 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen, werden es im Jahr 2030 schätzungsweise 3,5 Millionen sein.

 

Parallel dazu schnellen auch die Ausgaben in die Höhe. Lagen sie im Jahr 2000 noch bei 16,7 Milliarden Euro, so betrugen sie 2009 schon 20,3 Milliarden Euro.

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